Landwirtschaft im Kreis Höxter

Nieheim gehört zum Kreis Höxter, in dem sich über die Jahre eine immer noch kleinräumig strukturierte Landwirtschaft entwickelt hat. Grund ist die unterschiedliche Bodenstruktur – hier gibt es beste Ackerböden wie auch magere Grünlandstandorte.

Rund 13 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft, was die hohe Bedeutung der bäuerlichen Betriebe in der Region betont. Die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region (etwa 75 % sind Haupterwerbsbetriebe) erwirtschaften ihr Einkommen überwiegend über eine Kombination von Ackerbau und Viehhaltung. Bei den Milch erzeugenden Betrieben fand in den letzten Jahrzehnten wie auch in anderen Regionen ein Strukturwandel statt. Die Zahl der Milcherzeuger ist gesunken, die Zahl der Tiere pro Betrieb auf durchschnittlich 50 gestiegen. Die Milchjahresleistung pro Kuh liegt im Kreis Höxter mit durchschnittlich 8.630 Litern deutlich über dem Landesschnitt.

In Zeiten stark schwankender Erzeugerpreise müssen viele Betriebe zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz weitere Standbeine finden. Beispiele hierfür sind Einnahmen aus

  • der Direkt- und Regionalvermarktung (Letztere bedeutet eine regionale Kooperation von Landwirten und Vermarktern, die gemeinsam landwirtschaftliche Produkte anbieten. In dieser Region gibt es z. B. seit 2004 die Regionalmarketing-Initiative „Kulturland Kreis Höxter“, www.regionalmarketing.kreis-hoexter.de),
  • der Energieproduktion (z. B. Solaranlagen auf den großen Hofdächern, Windkrafträdern auf den Wiesen oder Biogaserzeugung) und
  • der Tourismus.