Das Projekt

„Milch macht Ku(h)lturlandschaft“ ist ein Projekt der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Erarbeitet wurden die Milchwege unter Mitwirkung von lokalen Akteuren, u. a. Naturparke, landwirtschaftliche Institutionen und Landfrauen-Verbände.

Die Milchwege in den Naturparken von Nordrhein-Westfalen machen Landwirtschaft erlebbar. Alle Milch Themenwege liegen eingebettet in beschaulichen Landschaften aus Wald und Grünland. Wegtafeln informieren über die Bedeutung der Milchwirtschaft für die Entstehung und Erhaltung der typischen Kulturlandschaften. Darüber hinaus erfährt man Wissenswertes zu den Themen Milch, Milcherzeugung, Vertragsnaturschutz und zu den jeweiligen regionalen Besonderheiten.

Der erste Milchweg entstand 2008 im Naturpark (NP) Bergisches Land bei Wipperfürth. Es folgten die Milchwanderwege im NP Hohes Venn-Eifel bei Steinfeld (2009), im NP Homert bei Sundern (2010), im NP Teutoburger Wald bei Nieheim (2011) und im NP Rothaargebirge bei Referinghausen (2013). Des Weiteren wurden 2011 im Kreis Steinfurt sowie im NP Hohe Mark-Westmünsterland zwischen Hünxe und Schermbeck sowie 2015 im Kreis Kleve drei Milchwege speziell für Radfahrer eingerichtet.

Die gemeinsamen Eigenschaften der Milchwege sind:

  • Rundwege (Milchwanderwege: 4 – 8 km lang; Milchradwege: 20 – 38 km lang),
  • acht Wegtafeln, die viele Informationen rund um das Thema „Milch macht Ku(h)lturlandschaft“ bieten,
  • das sympathische Milchmaskottchen Lotte als „Wegbegleiterin“ speziell für Kinder,
  • Familienfreundlichkeit und Eignung für Klassenausflüge.

Das Ziel der Milchwege ist es, vielen Menschen den Wert der Milch zu verdeutlichen. Und wo kann dies besser geschehen als in den Milchregionen von Nordrhein-Westfalen?

Milch ist wertvoll - und das gleich dreifach.

  • Milch ist im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung wichtig. Denn Milch beinhaltet viele der für den Körper lebensnotwendigen Nährstoffe. Herausragend ist der hohe Anteil an dem Knochenmineralstoff Calcium und an dem hochwertigen Eiweiß zum Aufbau aller Körperzellen.
  • Wertvoll ist die Milch auch aus wirtschaftlicher Sicht. Nach der Schweinehaltung ist die Milchwirtschaft der zweitwichtigste Betriebszweig der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft. Sie hat große Bedeutung für das Einkommen der Betriebe und sichert zahlreiche Arbeitsplätze in der Molkereiwirtschaft.
  • So ganz nebenbei und ohne der Allgemeinheit eine Rechnung zu stellen, übernehmen Milchkühe und Landwirte auch landschaftspflegende Arbeiten. Müssten diese Leistungen von speziell bezahlten Arbeitskräften erbracht werden, dann wären die prägenden Grünlandflächen der Mittelgebirgsregionen bald verbuscht und zugewachsen. Keine Gesellschaft könnte eine solche Pflege auf Dauer wirklich leisten. Ohne Landwirtschaft und Milchproduktion gäbe es keine abwechslungsreiche Kulturlandschaft.

All die hier beschriebenen Leistungen können die Milchbauern aber nur erbringen, wenn sie für die Milch auskömmliche Preise erzielen können. Nur dann gibt es eine echte Perspektive für die Milchviehbetriebe und nur dann kann sichergestellt werden, dass die Kulturlandschaften erhalten und gepflegt werden.