Milchweg-Knigge

Wir leben in einer hochspezialisierten Gesellschaft, in der die Nahrungsmittelproduktion als wesentliche Grundlage für unseren Lebensstandard leicht aus dem Blick gerät. Noch vor 40 Jahren prägten viele kleine Höfe die ländlichen Regionen. Selbst in den Städten waren Kleingärten zur Grundversorgung mit Gemüse notwendig. Da war der pflegsame Umgang mit der Natur eine Selbstverständlichkeit. Jeder wusste zum Beispiel, wie gefährlich Müll und Scherben auf den Wiesen sind.

Heute macht sich kaum jemand Gedanken, wie wichtig Sorgfalt in Feld und Flur ist. Steine oder Stöcke auf der Wiese können ein Mähwerk zerstören und hohe finanzielle Schäden anrichten. Scherben und anderer Müll können in den tierischen Mägen landen und für die Tiere lebensbedrohlich sein. Hundehaufen können große Futtermengen verunreinigen.

Darum bitten die Landwirte ihre Besucherinnen und Besucher, achtsam mit den Tieren und der Landschaft umzugehen. Das ist die Basis für ein gutes Miteinander - zum Beispiel für offene Rodelhänge im Winter oder auch für ein Zeltlager auf einer unbenutzten Wiese. Denn viele Landwirte stellen ihre Flächen freundlichen und umsichtigen Menschen gerne zur Verfügung. Fragen gehört zum guten Ton - und die Einhaltung einiger Grundregeln.

Die Landwirte bitten alle Gäste:

Den Zugang zu Weiden und Feldwegen
frei zu halten - damit die Landwirte ihren Arbeitsplatz jederzeit erreichen können.

Nicht über die Zäune zu steigen und sie auch nicht zu beschädigen - zu Ihrer Sicherheit und zur Sicherheit der Tiere. Denn steht der Bulle erst einmal auf der Straße, dann droht allen Ärger …

Gatter und Wildtore nach der Benutzung zu schließen - sonst steht der Bulle wieder auf der Straße ...

Wiesen, Weiden, Felder und Äcker nicht zu betreten - niedergetretenes Futter lässt sich nicht mehr verwerten.

Steine, Äste, Stöcke und Müll nicht auf die Wiesen, Weiden und Felder werfen - sie können hohe Schäden an Maschinen verursachen und verunreinigen die Hauptmahlzeit der Kühe.

Ihre Hunde zu kontrollieren - spielende Hunde bringen schnell ganze Herden durcheinander und verschmutzen das Futter.